Zusammenarbeit mit der UNI Magdeburg

Archäologische Grabungen

Die Geschichte auch außerhalb von Lehrbüchern oder wissenschaftlichen Publikationen erleben zu können ist nicht nur für Schüler, sondern auch für Studenten von großer Bedeutung. So ist es nicht verwunderlich, dass zwischen der Langobardenwerkstatt und der Universität Magdeburg schon seit Jahren eine rege Zusammenarbeit herrscht. Schon 1986, bevor hier das Museumsdorf entstand, wurden Ausgrabungen mit Magdeburger Studenten, damals von der Pädagogischen Hochschule, durchgeführt, welche mit kleinen Unterbrechungen bis vor Kurzem regelmäßig weitergeführt wurden. Trotz der Ausrichtung des Studienganges auf eine buchorientierte Arbeit als Historiker wurde es damit Studenten ermöglicht, im angrenzenden Fachgebiet der Archäologie Einblicke und sogar praktische Erfahrung zu gewinnen.

Experimentelle Archäologie - Museumspädagogik

Derzeit werden für die Studenten des B.A. Studiengangs Europäische Geschichte regelmäßig in den Sommersemestern Blockseminare angeboten, in welchen der mehrtägige Aufenthalt in der Langobardenwerkstatt den größten Teil dieser Lehrveranstaltung ausmacht.

In diesen Seminaren soll es den Studenten ebenfalls ermöglicht werden außerhalb der Theorie auch praktische Erfahrungen zu sammeln. So stehen sowohl einfache alltagsgeschichtliche Erkenntnisse über die Germanen, wie Ernährungsweisen, Keramik- und Kleidungsherstellung aber auch der Bau von Rennöfen und darin die Verhüttung von Eisen im Mittelpunkt der studentischen Arbeit.

Die praktische Umsetzung erfolgt aufgrund vorhergegangener historischer Recherche. So wurde zum Beispiel der 2009 gemeinsam von Mitarbeitern der Langobardenwerkstatt, Mitgliedern des Fördervereins und von Magdeburger Studenten angelegte Kultplatz nach kaiserzeitlichen und teilweise älteren Funden rekonstruiert. Den zwei, über drei Meter hohen, Astgabelidolen liegt ein Idolpaar aus dem Aukamper Moor bei Braak in Schleswig-Holstein  zugrunde. Auch Altar und die Platzumzäunung wurden nach Funden aus Oberdorla (Thüringen) oder Broddenbjerg (Jütland) nachempfunden.

Zusätzlich gilt es die Umsetzung museumspädagogischer Konzepte zu erproben, indem Schulklassen betreut und Ausstellungen vorbereitet werden können.

Diese Tätigkeitsfelder ermöglichen es auch, den Studenten mehrwöchige Praktika anzubieten, die während der Saison im Sommer absolviert werden können. In diesem Rahmen ist neben der museumspädagogischen Arbeit auch die Bewerkstelligung größerer Projekte, wie die Gestaltung und Umsetzung baulicher Rekonstruktions- oder Gestaltungsmaßnahmen möglich. Dabei kann historische Recherche mit der praktischen Umsetzung kombiniert werden und entsprechend anschließend in Seminararbeiten ausgewertet werden.


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Letzte Änderung: 24.10.2018 - Ansprechpartner: