Ehemaliger Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit / Geschlechterforschung

Der „Lehrstuhl für die Geschichte der Neuzeit (16.-19. Jahrhundert) unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterforschung“ beschäftigt sich mit historischen, insbesondere kultur- und sozialhistorischen Ereignissen und Problemstellungen in der Zeit zwischen 1500 und 1850. In dieser als ‚Vormoderne’ oder ‚Frühen Neuzeit’ bezeichneten Zeitspanne des Umbruchs und der Neuorientierungen fanden tiefgreifende Veränderungen und Innovationen in allen gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereichen statt, ohne die die moderne Welt nicht denkbar ist. Doch darf diese Entwicklung nicht als ein gleichmäßiger und stringenter Prozess verstanden werden; ganz im Gegenteil befanden sich Tradition und Moderne (‚Dynamik der Tradition’) sowie Eigensinn und Beharrlichkeiten (‚Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen’) in einem permanenten Wechselprozess.

Durch zwei Besonderheiten zeichnet sich der Lehrstuhl aus:

  1. durch seine kulturhistorische (historisch-anthropologische) Ausrichtung;
  2. durch seinen Schwerpunkt in der historischen wie interdisziplinären Frauen- und Geschlechterforschung.

Gerade erschienen: Tagungsband "Geschlecht, Gewalt und Gesellschaft – Interdisziplinäre Perspektiven auf Geschichte und Gegenwart"

Tagungsband ´Geschlecht, Gewalt und Gesellschaft – Interdisziplinäre Perspektiven auf Geschichte und Gegenwart´

Details finden Sie hier.

Gewalt im Kontext von Geschlechtszugehörigkeit ist seit jeher trauriger Alltag. Wie wurden und werden Gewalttaten konstruiert und wer verübt sie in welcher Form?

Diesen und vielen weiteren Fragen gehen die Beiträger*innen aus einem transdisziplinären Blickwinkel über einen Zeitraum von sechs Jahrhunderten nach. Dabei nehmen sie die Verschränkungen von Geschlecht und Gewalt multiperspektivisch in den Blick und decken in unterschiedlichen Räumen und Zeiten eine große Bandbreite an Kontexten, Formen, Praktiken und Wahrnehmungen von Gewalt auf. Ihre Analysen provozieren den historischen Vergleich und fragen nach Kontinuitäten bis in die Gegenwart, aber auch nach Brüchen, Widersprüchen und Gleichzeitigkeiten.

 

 

 

Forschungsprojekt 2022 bis 2025: Weibliche politische Partizipation im Raum Sachsen-Anhalt. Frauen in der kommunalen Politik, 1893–1933

 Projektleitung: Prof. Dr. Eva LabouvieAbbildung Aufruf zur Wahl Naumburg 1919

Bearbeitung: Dr. des. Sina Speit

Förderung: Land Sachsen-Anhalt (Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt Sachsen-Anhalt)

Laufzeit: November 2022 – Oktober 2025

Details finden Sie hier.

Letzte Änderung: 18.06.2024 - Ansprechpartner: Webmaster